CDU-Ortsverband Eppendorf/Hoheluft-Ost

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4. Kamingespräch

zur Situation verfolgter Christen weltweit

Hamburg: Am 23. Februar lud unser Kreisvorsitzender Dietrich Wersich, Erster Vizepräsident und kirchenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, zum 4. Kamingespräch ins Rathaus ein. Über die Situation verfolgter Christen weltweit diskutierte Wersich mit Gunnar Garms, Referent von Open Doors e.V., dem internationalen Christliche Hilfswerk für verfolgte Christen und Herausgeber des Weltverfolgungsindex.

Wie relevant und aktuell das Thema ist, zeigte die unglaublich hohe Besucheranzahl. Mit über 100 Teilnehmern war der Bürgersaal des Rathauses bis auf den letzten Platz gefüllt, manche folgten sogar stehend der spannenden Diskussion.

Herr Garms berichtete – mit Bildern und Videosequenzen – über die aktuelle Entwicklung insbesondere aus den Ländern des Nahen und mittleren Ostens, aber auch über Vorkommnisse unter Flüchtlingen in Deutschland.

Die anschließende Diskussion war sehr lebhaft und es wurden viele konkrete Vorschläge besprochen, wie man verfolgten Christen besser helfen kann. Es beteiligten sich auch Pastoren verschiedener christlicher Gemeinden und ein christlicher syrischer Flüchtling, der erst vor 5 Monaten nach Deutschland kam und in gutem Deutsch über sein Schicksal berichtete.

 

Zum Schutz dieser Migranten forderte Dietrich Wersich im Laufe der Diskussion ein Bündel von Maßnahmen. Unsere Werte der Religions– und Bekenntnisfreiheit müssten von Anfang an deutlich gemacht werden, durch Schulungen bei Behörden, Unterkunftsbetreibern und Wachdiensten muss mehr Sensibilität für die religiösen Konflikte geschaffen werden, außerdem sei eine unabhängige Beschwerdestelle erforderlich. Es darf nicht hingenommen werden, dass verfolgte Christen hier erneut von ihren Verfolgern schikaniert und drangsaliert werden. Für besonders traumatisierte christliche Flüchtlinge müsse es auch spezielle Unterkünfte geben, um sie wirksam zu schützen. Im Endeffekt gelte es aber zu begreifen, dass es in der globalisierten Welt keine in sich geschlossenen religiösen oder ethnischen Gesellschaften mehr geben werde. Es muss daher unser aller Ziel sein, zu lernen friedlich in Vielfalt miteinander zu leben. Gerade die Religionsfreiheit und gelebte Vielfalt bei uns kann als gutes Beispiel auch in die Herkunftsländer zurück wirken!

von Dietrich Wersich

 

 

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